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ZwangsstörungFür sich selbst55 Min. Lesezeit

Die Zwangsstörung: das Expositionsprogramm in acht Schritten

Warum Rituale im Moment erleichtern und danach alles verschlimmern, warum Ihre schrecklichsten Gedanken nichts über Sie aussagen, und das Programm der Exposition mit Reaktionsverhinderung — die Behandlung mit der besten Beleglage.

Kurz gefasst

Dieses Programm richtet sich an Erwachsene, die kontrollieren, waschen, ordnen, zählen, beten oder sich rückversichern, ohne aufhören zu können, oder die von Gedanken überschwemmt werden, die sie für ungeheuerlich halten. Es erklärt, was eine Zwangsstörung wirklich ist, warum der Mechanismus, der sie erhält, gegen die Intuition läuft, und schlägt eine Arbeit in acht Schritten vor, die auf der Exposition mit Reaktionsverhinderung beruht — der am besten belegten Methode für diese Störung. Es sagt auch, was die Lage verschlimmert, selbst wenn es gut gemeint ist.

Thema
Zwangsstörung
Für wen
Für sich selbst
Sprachen
FR · EN · DE · IT · ES · ZH · AR

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Das Programm

Dieses Programm begleitet eine Behandlung, es ersetzt sie nicht. Die Zwangsstörung ist behandelbar, und zwar gut: Die hier beschriebene Arbeit hat die beste verfügbare Beleglage. Sie ist jedoch fordernd und deutlich wirksamer mit einer geschulten Fachperson an der Seite — Abschnitt 9 erklärt, in welchen Fällen diese Begleitung nicht freiwillig ist. Wenn Sie Suizidgedanken haben, wenn Sie sich selbst verletzen, oder wenn Ihre Gedanken nicht mehr als absurd und fremd erlebt werden, sondern als Absichten, denen Sie folgen möchten, ist dieser Text nicht die richtige Antwort: Wenden Sie sich heute an Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder den Notdienst Ihrer Region. Rechnen Sie mit fünfundvierzig Minuten Lesezeit und zwölf Wochen Übung.

1. Bevor Sie beginnen

Sie sind dreimal zurückgegangen, um die Tür zu prüfen. Sie wissen, dass sie zu ist — Sie haben sie zu gesehen — und Sie gehen trotzdem zurück. Sie waschen sich die Hände, bis die Haut aufspringt. Sie lesen dieselbe E-Mail elfmal, um sicher zu sein, niemanden verletzt zu haben. Oder von außen ist nichts zu sehen, und innen kommt seit Jahren alle zwanzig Minuten ein unerträgliches Bild zurück, und Sie haben nie jemandem davon erzählt, weil Sie überzeugt sind, dass das, was Sie denken, Sie gefährlich macht.

Sie wissen, dass es übertrieben ist. Das gehört sogar zu den Merkmalen der Störung: Die meisten Betroffenen finden ihre eigenen Rituale absurd — und führen sie trotzdem aus. Die Zwangsstörung ist kein Denkfehler. Sie ist ein Alarm, der ins Leere geht, und ein Sicherheitssystem, das jedes Mal stärker wird, wenn Sie ihm gehorchen.

Der Rest ist für Mitglieder

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